
Mit dem Begriff Präimplantationsdiagnostik (engl. preimplantation genetic diagnosis = PGD) wird die Diagnostik an einem In Vitro befindlichen Embryo vor seinem Transfer in den mütterlichen Organismus bezeichnet. Bei der PID handelt es sich um eine Untersuchungsmethode, die es ermöglicht, Embryonen, die außerhalb des Mutterleibes erzeugt wurden, Zellen zu entnehmen und diese auf bestimmte genetische Merkmale oder Chromosomenstörungen hin zu untersuchen. In zehn Staaten der Europäischen Union ist PID erlaubt und wird dort praktiziert.
Vorgehensweise
Dem sich im Anschluss an eine In-Vitro-Befruchtung (IVF) entwickelnden Embryo werden Zellen (eine bzw. zwei) entnommen, deren Erbgut (DNA) auf das Vorliegen krankheitsrelevanter Merkmale untersucht wird. Die entnommenen Zellen werden dabei, bedingt durch das Untersuchungsverfahren, zerstört. Im Falle eines entsprechenden Befundes wird der Embryo nicht in die Gebärmutter übertragen.
CEs ist, dank der Präimplantationsdiagnostik -PID möglich eine sehr frühe molekulargenetische Diagnostik von Gen defekten in einem sehr frühen Entwicklungsstadium von Embryonen durchzuführen, was uns eine spätere Übertragung in die Gebermütter der Patientin erlaubt (am 3 bzw. 5 Tag) jedoch nur diejenigen Embryonen die keine genetische Anomalien vorweisen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft deutlich erhöht. Besonders wird diese Methode bei der Störungen der Chromosomenzahl des Embryonen eingesetzt. Eine fehlende Chromosomenzahl ist sehr oft die Ursache für spontane Fehlgeburten. Das Verfahren wird unter Anwendung der Fluoreszente In Situ Hybridisierung (FISH) vorgenommen. Diese Methode ermöglicht es, die Anwesenheit von Chromosomen auch in nicht geteilten Zellen festzustellen.