Eizellen und Samenspende

Die Fremd Eizellen oder auch Samenspende ermöglicht es im Bereich der Reproduktionsmedizin doch ein Kind auf natürlichem Weg zu bekommen. Dank der späteren Schwangerschaft ist die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind mit dem ohne die Hilfe einer dritten Person gleichzustellen. Eine Schwangerschaft durch Eizellenspende, kann man auf zwei Wegen bestreben.
Das I. sog. Zeitgleiches Verfahren
Follikelstimulation und Follikelpunktion der Eizellen-Spenderin wird mit der Empfängerin synchronisiert. Im IVF/ICSI- Verfahren werden die gewonnenen Oozyten mit den Samen des Partners befruchtet. Nach der Befruchtung werden die Eizellen drei bis fünf Tage kultiviert und danach an die vorher stimulierte Empfängerin transferiert.
Vorteil der Methode – frische Eizellen besitzen eine höhere Qualität und verfügen damit über ein besseres Befruchtungs- und Implantationspotenzial als tief gefrorene Eizellen. Nachteil dieser Methode – nicht immer steht eine Eizellen-Spenderin zur Verfügung. Wartezeiten sind mit ein zu kalkulieren, verstärkt wird dies durch zahlreiche Vordiagnostiken der Spenderin wie ua. ein HIV-Test.
Das II. sog. Zeitversetzte Verfahren.
Im diesen Verfahren wird die Eizellen-Spenderin vor Beginn der hormonellen Stimulation und nach der Entnahme der Oozyten auf HIV getestet. Die gewonnenen Oozyten sind mittels Punktion mit dem Samen des Ehemannes befruchtet und werden anschließend im Vorkernstadium im flüssigen Stickstoff 6 Monate gelagert. Falls der HIV-Test nach 6 Monaten immer noch negativ ausfällt, werden die befruchteten Eizellen aufgetaut und weiterkultiviert. Nach drei bzw. fünf Tagen werden die Embryonen an die vorher stimulierte Empfängerin transferiert.
Vorteil der Methode - keine enge Zeitspanne. Keine Gefahr einer HIV-Infektion.
Nachteil der Methode - durch das Einfrieren sind die Schwangerschaftsraten in der Regel um 1 geringer in Vergleich zur ersten Methode (Zeitgleiches Verfahren).
